Gütesiegel für medizinische Rehabilitation auf Erfolgskurs

Qualitätskriterien

Um das Gütesiegel „Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität“ zu erhalten, müssen 20 praxisorientierte Kriterien erfüllt sein. Geprüft werden sämtliche Bereiche, die zum Gelingen der Rehabilitation beitragen. Das beginnt bei der Aufnahme, geht weiter zu Behandlung und Gesundheitstraining sowie Betreuung der Patienten. Die Schulung des Personals, die Entwicklung der Führungskräfte und das Entlassungsmanagement sind ebenso Kriterien wie das Freizeitangebot und die Wiedereingliederung in das gesellschaftliche Leben während der Rehabilitation. Natürlich fließt auch die Ergebnisqualität am Ende der Rehabilitationsmaßnahme in die Bewertung ein.

Der Weg zum Gütesiegel

Die Teilnahme ist freiwillig. Reha-Kliniken, die sich für das Gütesiegel akkreditieren wollen, beantragen es bei ihrem Mitgliedsverband. Eine Checkliste hilft bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen. Nach Absprache besucht ein so genanntes Begehungsteam für zwei Tage die Klinik. Dieses Team besteht aus Mitarbeitern verschiedener anderer Reha-Kliniken. Vertreter aus der Verwaltung, dem ärztlichen und pflegerischen Dienst sowie dem therapeutischen Bereich decken das gesamte Berufsspektrum ab. Nach einem festgelegten Punkteschlüssel bewertet jedes einzelne Mitglied des Teams, ob die Klinik die Standards erreicht. Mindestens 70 von den maximal möglichen 100 Punkten müssen erreicht werden. 

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird die Klinik akkreditiert. Sie wird in das Verzeichnis akkreditierter Rehabilitationskliniken der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) aufgenommen und erhält das Gütesiegel „Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität“. Die Akkreditierung ist drei Jahre gültig. Für die Verlängerung ist eine erneute Prüfung notwendig.

Die Prüfung stellt sicher, dass die definierten Standards erfüllt werden. Die gemischte Zusammensetzung des Begehungsteams hat sich dabei bewährt: Praktiker mit Fachverstand aus allen Leistungsbereichen nehmen die Bewertung vor. Sie kennen die Zweckmäßigkeit der verschiedenen Aspekte einer Rehabilitation aus ihrer eigenen täglichen Arbeit und langjährigen Erfahrung.

Vorteile für alle Beteiligten

Patienten und Ärzte erkennen dank des Siegels auf einen Blick, dass festgelegte Standards erfüllt werden. Sie können auf die Qualität des Rehabilitationsangebotes vertrauen. Auch den Kliniken selber hilft das Gütesiegel: Ihre Anstrengungen um hochwertige Angebote werden anerkannt. Sie können sich mit der Auszeichnung von anderen Anbietern abheben und dies gegenüber den Patienten einprägsam darstellen. 

Nicht zu unterschätzen ist der intensive fachliche Austausch mit den Teammitgliedern während der Begehung, der mit einem Wissenszuwachs auf beiden Seiten verbunden ist. Dem Land nützt das Gütesiegel ebenfalls. Seine Bedeutung als Reha-Standort Schleswig-Holstein wird gestärkt. Somit ist die „Medizinische Rehabilitation in  geprüfter Qualität“ für alle Beteiligten eine vorteilhafte Einrichtung.

Reha-Einrichtungen mit dem Gütesiegel

Bisher haben insgesamt 29 Kliniken das Siegel erhalten: 12 Reha-Einrichtungen aus Schleswig-Holstein, 17 Reha-Rehaeinrichtungen aus den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen sowie aus dem Freistaat Bayern und der Freien und Hansestadt Hamburg:

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