Wöchentliche Sterbefallzahlen

Zahl der COVID-19-Todesfälle 3 Prozent über den Durchschnitt der Vorjahre

Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind im Apil 2021 in Deutschland 80 866 Menschen gestorben. Diese Zahl liegt 3 % oder 2 357 Fälle über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. 

Beim Robert Koch-Institut wurden bis einschließlich der 15. Kalenderwoche 2021 insgesamt 1 320 Todesfälle von Personen gemeldet, die zuvor laborbestätigt an COVID-19 erkrankt waren. Das waren 54 Fälle Fälle weniger als noch in der Vorwoche.

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Entwicklung der Sterbefallzahlen

Nach Auswertung des Statistische Bundesamtes ist im März 2020 bei einer monatsweisen Betrachtung kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erkennbar. Im April 2020 lagen die Sterbefallzahlen mit rund zehn Prozent allerdings deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Seit Anfang Mai 2020 bewegen sie sich wieder etwa im Durchschnitt und darunter. In den Augustwochen sind sie allerdings wieder erhöht. Dies gehe offenbar auf eine Hitzeperiode zurück. 

Die überdurchschnittlich hohen Sterbefallzahlen im September 2020 sind dem Statistikamt zufolge fast ausschließlich auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der über 80-Jährigen zurückzuführen (+3 924 Fälle oder +10 % gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019). Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen sind hingegen zurückgegangen (-703 Fälle oder -2 %).

Die Differenz der Sterbefallzahlen zum Durchschnitt der Vorjahre ist dann ab Mitte Oktober erneut parallel zu den laborbestätigten COVID-19-Fällen angewachsen. Im November 2020 lagen die Sterbefallzahlen 13 % über dem Durchschnitt der vier Vorjahre und im Dezember 2020 um 31%.

Mehr als 100 000 Sterbefälle in einem Dezember gab es zuletzt im Jahr 1969, berichtet das Amt. Damals waren die Sterbefallzahlen im Zuge der Hong-Kong-Grippe erhöht und es wurden 109 134 Sterbefälle gezählt.

In der letzten Januarwoche lagen die Sterbefallzahlen nach aktuellem Stand 11 % über dem Durchschnitt der vier Vorjahre.

im Laufe des Februars sind die gesamten Sterbefallzahlen trotz der neu auftretenden COVID-19-Todesfälle unter den Durchschnitt der Vorjahre gefallen. Grund für diese Entwicklung ist die Aktivität anderer Atemwegserkrankungen, die normalerweise mit einem Anstieg der Sterbefallzahlen am Jahresanfang zusammenhängt, in dieser Wintersaison jedoch auf einem vorher nie erreichten, niedrigen Niveau verharrten.

Sterbefallzahlen in den Bundesländern im Bereich des Durchschnitts, Thüringen darüber

In der 14. Kalenderwoche lagen die Sterbefallzahlen in Thüringen (+17 % oder 101 Fälle), Sachsen-Anhalt (+12 % oder 74 Fälle) und Sachsen (+6 % oder 68 Fälle) um mehr als 5 % über dem Durchschnitt der Vorjahre. In der Hälfte der Bundesländer lagen die Zahlen unter dem Durchschnitt der Vorjahre – am deutlichsten im Saarland (50 Fälle weniger) und in Hamburg (66 Fälle weniger), wo die Zahlen jeweils 18 % darunterlagen.