Wöchentliche Sterbefallzahlen

Zahl der COVID-19-Todesfälle wieder im Durchschnitt der Vorjahre

Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in der 5. Kalenderwoche (1. bis 7. Februar) in Deutschland 20 908 Menschen gestorben.. Das waren 1 % weniger als im Durchschnitt der Jahren 2017 bis 2020. 

Beim Robert Koch-Institut wurden bis einschließlich der 3. Kalenderwoche 2021 insgesamt 4 294 Todesfälle von Personen gemeldet, die zuvor laborbestätigt an COVID-19 erkrankt waren. Das waren 386 Fälle weniger als noch in der Vorwoche.

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Entwicklung der Sterbefallzahlen

Nach Auswertung des Statistische Bundesamtes ist im März 2020 bei einer monatsweisen Betrachtung kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erkennbar. Im April lagen die Sterbefallzahlen allerdings deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Seit Anfang Mai bewegen sie sich wieder etwa im Durchschnitt und darunter. In den Augustwochen sind sie allerdings wieder erhöht. Dies geht offenbar auf eine Hitzeperiode zurück. 

Die überdurchschnittlich hohen Sterbefallzahlen im September 2020 sind dem Statistikamt zufolge fast ausschließlich auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der über 80-Jährigen zurückzuführen (+3 924 Fälle oder +10 % gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019). Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen sind hingegen zurückgegangen (-703 Fälle oder -2 %).

Die Differenz der Sterbefallzahlen zum Durchschnitt der Vorjahre ist dann ab Mitte Oktober erneut parallel zu den laborbestätigten COVID-19-Fällen angewachsen. Im November 2020 lagen die Sterbefallzahlen 12 % über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. 

Im Dezember 2020 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mindestens 106 607 Menschen gestorben. Das waren 29 % mehr als im Durchschnitt der Jahren 2016 bis 2019.

Mehr als 100 000 Sterbefälle in einem Dezember gab es zuletzt im Jahr 1969, berichtet das Amt. Damals waren die Sterbefallzahlen im Zuge der Hong-Kong-Grippe erhöht und es wurden 109 134 Sterbefälle gezählt.

In der letzten Januarwoche lagen die Sterbefallzahlen nach aktuellem Stand 11 % über dem Durchschnitt der vier Vorjahre.

Auffällige Entwicklung in Sachsen

Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen weiterhin in Sachsen, schreibt das Statische Bundesamt. Schon im November seien die Sterbefallzahlen hier deutlich erhöht gewesen (+39 %). Im Dezember habe sich die Zahl der Sterbefälle bezogen auf den Durchschnittswert der vier Vorjahre mehr als verdoppelt (+103 %). In derzweiten Woche des neuen Jahres hätten die Zahlen in Sachsen nun bei 54 % gelegen.