Paracelsus-Kliniken bauen digitale Services weiter aus

In Zukunft wollen die Paracelsus-Kliniken ihre digitalen Services noch weiter ausbauen. Damit soll die Behandlung und Versorgung von Patienten besser, schneller und komfortabler werden. Projekte dazu sind etwa die digitale Befundübermittlung, das ambulante Krankenhausinformationssystem sowie eine Patienten-Info in App-Form.

Paracelsus-Kliniken: Digitalisierung auf dem Vormarsch

Videosprechstunde gehörte zu den erfolgreichsten Digital-Projekten bei Paracelsus in 2020 © Frances Enderlein, Paracelsus-Klinikum Sachsen

Mithilfe der digitalen Befundübermittlung „Order Entry” können alle Funktionsdienste, egal ob intern oder extern, ihre Befunde digital und direkt an das Krankenhausinformationssystem der Kliniken übermitteln. Zeiten, in denen Befundanforderungen (Order) und deren Rückübermittlung (Entry) auf dem Papier stattfanden, gehören damit der Vergangenheit an.

„Egal ob Physiotherapie, Radiologie oder Labore – wir wollen damit der Zettelwirtschaft in den Kliniken Adieu sagen“, erklärt Fabian Pritzel, der als Geschäftsführer (CTO) bei Paracelsus für den Bereich Technologie und Innovation zuständig ist.

Um das Thema Organisation geht es auch bei einem weiteren Zukunftsprojekt von Paracelsus: das ambulante Krankenhausinformationssystem „Principa“. Es soll in naher Zukunft als einheitliche, ambulante Software in den medizinischen Versorgungszentren die Organisation, Administration und Dokumentation erleichtern. 

„Bei der Behandlungsplanung, der Abrechnung oder dem Belegungsmanagement kann Principa unsere Mitarbeiter im täglichen MVZ-Management erheblich unterstützen“, so Fabian Pritzel. „Wir haben hier die Einführung beschleunigt und den Rollout bereits angestoßen.“ Insgesamt fünf Standorte mit sieben Medizinischen Versorgungszentren, sieben Nebenbetriebsstätten und 58 Praxen werden in das System eingebunden. 

Vorreiter waren die Neurochirurgie, Neurologie, Orthopädie und Sportmedizin in Bremen, die bereits im April und Mai 2020 angeschlossen wurden. Das Medizinische Versorgungszentrum in Reichenbach wird bis Februar 2021 abgeschlossen. „Wir wollen bis Juli 2021 das Projekt abgeschlossen haben“, erläutert Fabian Pritzel. „Das ist bei insgesamt 11 Softwareanbietern, die integriert werden müssen, und etlichen Facharztpraxen in den umliegenden Orten eine große Herausforderung. Aber ich bin mir sicher, dass wir dieses Projekt zu einem Erfolg führen werden und alle Häuser und ihre Patienten davon profitieren werden.“

Und schließlich profitieren auch die Patienten ganz direkt von der Digitalisierung bei den Paracelsus-Kliniken, indem sie schon jetzt Informationen zu ihrem Aufenthalt einfach und papierlos auf digitalem Weg bekommen. Vorreiter ist hier die Paracelsus-Klinik in Scheidegg. Sie hat im Jahr 2020 eine digitale Gästeinformation in App-Form gestartet. 

Das System bietet den Patienten alle Informationen rund um den Aufenthalt in der Klinik, zum Beispiel zu Anreise und Aufenthalt, zu Freizeittipps und vielem mehr. Via Push-Nachrichten bleiben die Patienten bei neuen Informationen stets auf dem Laufenden. „Die Patienten-Info in Scheidegg ist für uns ein erster Schritt hin zu einer eigenständigen Patienten-App von Paracelsus“, sagt Svenja Gruhn, die das Projekt als Marketingverantwortliche begleitet hat. „In Zukunft wollen wir unsere Patienten bereits vor dem eigentlichen Kliniksaufenthalt informieren und anschließend bis zur Entlassung begleiten.“

Bei allem wird bei Paracelsus die Datensicherheit großgeschrieben. Anbieter, mit denen das Gesundheitsunternehmen zusammenarbeitet, müssen strengste Richtlinien und Auflagen erfüllen. Um die Kommunikation unter den Kliniken voranzutreiben, hat Paracelsus im ablaufenden Jahr weiter in sichere Klinik-Netzwerke investiert, darunter in eine konzernweite Firewall, die als digitale Schutzmauer vor Angreifern aus dem Web schützt und nur kontrollierte und gesteuerte Zugänge erlaubt. 

Pritzel. „Wir werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass alle Prozesse so sicher sind, dass die sensiblen Gesundheitsdaten unserer Patienten nicht in falsche Hände gelangen.“

Bereits in der Vergangenheit standen für den Konzern nicht nur geplante Projekte im Vordergrund, sondern auch Innovationen, die sich erst direkt im Umfeld der Corona-Krise ergeben haben. Allen voran schaffte es die Videosprechstunde in den Klinikalltag. Zu den Projekten, die bereits vor der Pandemie von Paracelsus vorangetrieben und 2020 weitgehend implementiert wurden, gehört etwa die Pflegedokumentation IDA.Care.

Um die beste Behandlung geht es auch bei der Paracelsus Nachsorge-App, einem Teletherapie-Projekt, das die Paracelsus-Kliniken bereits seit 2019 zusammen mit dem Anbieter CASPAR verfolgen.

Quelle: paracelsus-kliniken.de

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