Herausforderung für die medizinische Rehabilitation
Ein gut funktionierender Zugang zu Rehabilitationsleistungen ist essenziell – doch dieser ist bisher nicht gewährleistet. Die Bewilligung erfolgt oft noch kosten- oder budgetgesteuert.
Uneinheitliche Entscheidungen der Krankenkassen
Die Kriterien für die Genehmigung von Reha-Anträgen sind häufig undurchsichtig. Eine Studie des IGES-Instituts (2017) zeigt große, nicht nachvollziehbare Unterschiede zwischen den Krankenkassen und Leistungsbereichen.
Stagnation trotz steigendem Pflegebedarf
Obwohl die Zahl der Pflegebedürftigen stark wächst, bleiben die Reha-Leistungen auf dem gleichen Niveau. Der Grundsatz Reha vor Pflege wird kaum umgesetzt.
Zu niedrige Vergütung der Reha-Leistungen
Ein Gutachten der aktiva GmbH zeigt, dass die Vergütungssätze der Krankenkassen bis zu 30 Prozent unter dem notwendigen Niveau liegen. Sach- und Personalkosten sowie Investitionen werden nicht ausreichend berücksichtigt. Das Risiko trägt allein der Leistungserbringer.
Fachkräfte in der Rehabilitation werden vernachlässigt
Gesetzliche Verbesserungen für Pflegekräfte und Therapeuten schließen Mitarbeiter in Reha-Einrichtungen aus. Diese Benachteiligung ist nicht länger hinnehmbar.
Mit der Kampagne Kampagne "Reha. Macht’s besser!" machen Rehakliniken lautstark auf ihre Bedürfnisse bei Zugang und Vergütung aufmerksam.
Hohe Ablehnungsquote und fehlende Transparenz
Fast die Hälfte der Anträge, die nicht direkt nach einem Krankenhausaufenthalt gestellt werden, wird abgelehnt – oft ohne nachvollziehbare Begründung. Krankenkassen sparen so an der Rehabilitation. Um älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen, muss der Spielraum der Kassen begrenzt werden.
