WHO: Hälfte der Europäer benötigt Reha – doch die Mehrheit erhält sie nicht
Fast die Hälfte der Menschen in der Europäischen Region benötigt eine medizinische Rehabilitation – doch die meisten erhalten die notwendige Behandlung nicht. Hauptursachen sind die rasche Alterung der Bevölkerung, der deutliche Anstieg chronischer Erkrankungen und das fehlende Bewusstsein für die Vorteile der Rehabilitation.
"Rehabilitation ist eine unverzichtbare Gesundheitsleistung, die allen, die sie brauchen, auf allen Ebenen der Gesundheitsversorgung zugänglich sein sollte", erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Wenn nichts unternommen wird, riskieren die Länder, dass viele Menschen nicht in der Lage sind, einen vollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Zu den häufigsten Erkrankungen, die in der Europäischen Region eine Rehabilitation erfordern, zählen Rückenschmerzen, Frakturen, Hör- und Sehverlust sowie Schlaganfall und Demenz. In Deutschland leiden laut Bericht etwa 38,5 Millionen Menschen an mindestens einer Erkrankung, von der sie durch eine Reha profitieren könnten. Knapp zwei Drittel davon haben Erkrankungen des Bewegungsapparats.
Die Forschung zeigt, dass Rehabilitation Krankenhausaufenthalte vermeiden, die Liegezeit verkürzen und Wiederaufnahmen reduzieren kann.
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- WHO-Bericht: Der Bedarf an Rehabilitationsleistungen in der Europäischen Region
The need for Rehabilitation Services in the WHO European Region
