Veränderungswert als Obergrenze

Derzeit wird die Entwicklung der Landesbasisfallwerte durch den Veränderungswert (VÄW) begrenzt, der im Zusammenspiel von Orientierungswert (OW) mit der Veränderungsrate (VÄR) errechnet wird. Auch für die Entwicklung des Gesamtbetrags für Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik sowie für besondere Einrichtungen ist der Veränderungswert als Obergrenze maßgeblich.

Orientierungswert statt Veränderungswert?

Perspektivisch soll der Orientierungswert den Veränderungswert ablösen und als alleinige Begrenzung dienen.

Bislang reicht die Methodik der Berechnung des Orientierungswerts nicht aus, um die Kostenentwicklung der Krankenhäuser abzubilden. Dies wird auch daran deutlich, dass der Orientierungswert seit seiner erstmaligen Berechnung bis zum Jahr 2020 unter der Veränderungsrate (Grundlohnrate) lag. Er überschreitet erstmals im Jahr 2021 mit 2,60 % die Veränderungsrate in Höhe von 2,53 %.

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Es bleibt abzuwarten, ob es gelingt, die Methodik zu verbessern. Sicher ist: Unvermeidbare Kostensteigerungen müssen vollständig in die Landesbasisfallwerte einfließen, bevor der Orientierungswert die Grundlohnrate ablösen kann.