Besonders bemerkenswert: Die glückliche Mutter ist eine Kollegin der Mutter-Kind-Station. Hasret Sert, Gesundheits- und Krankenpflegerin und seit 2018 Teil des Teams, brachte ihren gesunden Sohn Yunus zur Welt. Der Junge wog bei der Geburt 3470 Gramm und war 53 Zentimeter groß. Für das gesamte Geburtshilfe-Team ist dies ein Zeichen großer Wertschätzung.
Hasret Sert strahlt: „Für mich war von Anfang an klar, dass ich für die Geburt meines Sohnes in den hebammengeleiteten Kreißsaal möchte. Die Vorstellung, in dieser ruhigen und selbstbestimmten Atmosphäre zu gebären und dabei meine Kolleginnen an meiner Seite zu wissen, hat mir unglaublich viel Sicherheit gegeben. Ich bin überglücklich und dankbar für diese wundervolle Erfahrung. Es war genau die Geburt, die ich mir gewünscht habe.“
Das neue Konzept richtet sich an gesunde Frauen mit risikoarmen Schwangerschaften und ermöglicht eine natürliche Geburt unter kontinuierlicher Betreuung durch Hebammen – ganz ohne routinemäßige ärztliche Eingriffe.
Natürlichkeit im Fokus – mit voller Sicherheit im Hintergrund
Erfahrene Hebammen übernehmen die vollständige Leitung der Geburt. Eine primäre Hebamme begleitet die werdende Mutter durchgehend im Rahmen einer 1:1-Betreuung, zur Geburt kommt eine zweite Hebamme hinzu. Im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung und natürliche Schmerzlinderungsmethoden wie Wasser- und Wärmetherapie, TENS-Geräte sowie Atem- und Entspannungstechniken.
David Kayser, Klinikgeschäftsführer, erklärt: „Mit dem hebammengeleiteten Kreißsaal schaffen wir ein Angebot, das den Wünschen vieler Familien nach einer selbstbestimmten und natürlichen Geburt entspricht. Gleichzeitig profitieren Eltern und Neugeborene von der umfassenden medizinischen Sicherheit unseres Hauses – mit einer leistungsfähigen neonatologischen Versorgung einschließlich spezialisierter Säuglings- und Kinderintensivmedizin, die im Bedarfsfall jederzeit nahtlos zur Verfügung steht. Auf diese Weise erweitern wir unser geburtshilfliches Spektrum sinnvoll und verantwortungsvoll.“
Sanft, aber sicher – ohne Kompromisse bei der Versorgung
Der neue Kreißsaal ergänzt das bestehende Angebot, ersetzt es aber nicht. Sollte während der Geburt eine PDA oder medikamentöse Schmerztherapie gewünscht werden, ist der Übergang zur fachärztlichen Betreuung jederzeit möglich – ohne Wechsel von Raum oder Hebamme.
Stefanie Dangel, leitende Hebamme, betont: „Im hebammengeleiteten Kreißsaal können Frauen in ihrem eigenen Tempo gebären, begleitet von vertrauten Hebammen. Wir verzichten bewusst auf routinemäßige Eingriffe und setzen auf die Kraft und Kompetenz der Gebärenden. Unser Motto lautet: Sanft, aber sicher. Die fachärztliche Versorgung ist jederzeit im Hintergrund bereit.“
Anmeldung - zwei Termine vor der Geburt
Für eine Geburt im Hebammengeleiteten Kreißsaal ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Werdende Mütter vereinbaren zwei Termine in der Geburtsklinik:
- 1. Termin (Anmeldegespräch): zwischen der 30. und 36. Schwangerschaftswoche
- 2. Termin (Risikoausschluss): ab der 37. Schwangerschaftswoche (36+1)

