Hohe Impfbereitschaft in den Kliniken

Seit wenigen Tagen nehmen die COVID-19-Schutzimpfungen auch in den Krankenhäusern in privater Trägerschaft Fahrt auf. Vorrang haben dabei die Mitarbeiter in den Risikobereichen. Das Impfprogramm wird von den Mitarbeiter gut angenommen. Die Impfbereitschaft beim Klinikpersonal liegt bei rund 70 bis 80 Prozent, wie eine Blitzumfrage des Verbandes unter seinen Mitgliedern zeigt.

Klinikpersonal nimmt Impfprogramm gut an

Herstellen der finalen Impflösung © Sana Kliniken Lübeck

Trotz der Feiertage und des nur sehr kurzfristigen Organisations- und Abstimmungsbedarfs sind wir sehr weit vorangekommen, teilen die Sana Kliniken Lübeck mit.

Dr. Jörg Metzner, Leiter der Zentralen Notaufnahme und Koordinator der
Krankenhauseinsatzleitung der Sana Kliniken Lübeck erläutert: „Wir waren auf den Startschuss zur Corona-Impfung intern gut vorbereitet und konnten sofort mit der Impfung der ersten impfberechtigen Kolleginnen und Kollegen der sogenannten Prioritätsstufe 1A beginnen“.

Priorisiert wurden - wie bundesweit festgelegt - diejenigen Mitarbeitenden, welche an der Notfallerstversorgung, der stationären und der intensivmedizinischen Versorgung der COVID-19-Patienten beteiligt sind und in diesen definierten Versorgungsbereichen entsprechend einem erhöhten Expositionsrisiko ausgesetzt sind.

Auch das Neustädter Krankenhaus der Schön Klinik Gruppe startete diese Woche mit den Impfungen der Mitarbeitenden. Tina Beckmann, Krankenschwester der Zentralen Notaufnahme, war eine der ersten, die sich impfen ließ. Dr. Michael Seiche, Betriebsarzt der Schön Klinik Neustadt, freut sich darüber, endlich impfen zu können. „Ich unterstütze und empfehle die Impfung gegen Sars-CoV-2 aus voller Überzeugung. Es ist aktuell die einfachste und beste Möglichkeit, sich vor einer Infektion mit Covid-19 zu schützen,“ sagt Dr. Seiche. 

Bestanden anfänglich vereinzelt Bedenken, so ist das Interesse an den Impfungen in den letzten Tagen deutlich gestiegen. Grund hierfür dürfte sein, dass die bisher geimpften Kolleginnen und Kollegen kaum über Nebenwirkungen klagen.

Die eine berichtet von leichter Müdigkeit, der andere erzählt von einem muskelkaterähnlichen Gefühl im Arm, ähnlich wie man es von der alljährlichen Grippeschutzimpfung kennt. „Die Stimmung im Impfzentrum ist sehr positiv, die Erleichterung ist bei allen deutlich zu spüren.“, berichtet Sven Pagel, stellvertretende Pflegedienstleitung und Impfassistent der Segeberger Kliniken.

Nicht das mangelnde Interesse an einer Impfung ist demnach das Problem.
"Der Mangel an Impfstoff bremst nur leider das Tempo und lässt bisher viele
Interessenten leer ausgehen", bedauert der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dennys Bornhöft.