BMG legt weitere Untergrenzen für Pflegepersonal fest

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat für vier weitere Bereiche neue Pflegepersonaluntergrenzen festgelegt. Ab dem 1. Januar 2022 gelten erstmalig Untergrenzen in der Orthopädie, der Gynäkologie und Geburtshilfe. Ebenso gelten neue Vorgaben für die spezielle Pädiatrie und neonatologische Pädiatrie.

Ministerium legt weitere Untergrenzen für Pflegepersonal fest

Laut der Verordnung sollen in der speziellen Pädiatrie ab Januar 2022 in der Tagschicht mindestens eine Pflegekraft sechs Patienten betreuen, in der Nachtschicht 14 Patienten. In der Neonatologie sollen in der Tagschicht 3,5 Patienten von einer Pflegekraft versorgt werden, in der Nachtschicht fünf Patienten. 

In der Gynäkologie sollen acht Patientinnen von einer Pflegekraft tagsüber und in der Nachtschicht mindestens eine Pflegekraft 18 Patientinnen betreuen. - Die Grenzwerte zwischen Pflegehilfskräften und der Gesamtzahl der Pflegekräfte, die nicht unterschritten werden dürfen, liegen in diesen Bereichen jeweils bei fünf Prozent.

Im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe können auch Hebammen im Umfang von bis zu 10 Prozent in der Tagschicht bzw. 5 Prozent in der Nachtschicht bezogen auf die Gesamtzahl der Pflegefachkräfte und Hebammen berücksichtigt werden.

Neue Pflegepersonaluntergrenzen ab Januar 2022

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Eine Regelung des BMG im Weg der Ersatzvornahme war nötig, nachdem sich die Selbstverwaltung aus Krankenkassen und Krankenhäusern nicht auf gemeinsame Untergrenzen einigen konnte.