Die Auszeichnung basiert auf strengen Qualitätskriterien, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) entwickelt wurden. Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte Versorgung, die Bindung und Stillförderung von Mutter und Kind von der Geburt bis zur Entlassung gewährleistet.
„Die Zertifizierung als babyfreundliches Krankenhaus ist für uns eine besondere Anerkennung und zugleich Ansporn“, betont Kai Lippmann, Bereichsleitung Qualitäts- und klinisches Risikomanagement. „Sie bestätigt, dass unsere Abläufe, Schulungskonzepte und unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit höchsten Qualitätsstandards entsprechen. Entscheidend ist dabei nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch eine wertschätzende und transparente Begleitung der Familien.“
Im Mittelpunkt stehen der unmittelbare Haut-zu-Haut-Kontakt (Bonding) nach der Geburt, die bedarfsgerechte Stillförderung und eine umfassende Elternberatung. Alle beteiligten Berufsgruppen – von Hebammen über Pflegekräfte bis zu Ärztinnen und Ärzten – nehmen an speziellen Schulungen teil.
Simone Reimann, Kinderkrankenschwester auf der Wochenstation, unterstreicht die praktische Bedeutung im Alltag: „Wir erleben täglich, wie wichtig die erste gemeinsame Zeit für die Bindung zwischen Eltern und Kind ist. Durch die klaren Standards und die intensive Beratung können wir Familien individuell unterstützen und sie gut auf den Weg bringen.“
Die Zertifizierung wird durch regelmäßige Überprüfungen und Rezertifizierungen aufrechterhalten. So verpflichtet sich die Allgemeine Klinik Bad Segeberg, die hohen Qualitätsstandards dauerhaft zu erfüllen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

