„Viele Menschen nehmen Knieschmerzen über Monate oder sogar Jahre hin und schränken ihren Alltag immer weiter ein. Dabei stehen heute zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, mit denen wir Schmerzen lindern und die Beweglichkeit erhalten können“, so Dr. med. Philipp Alexander Inden, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie der Segeberger Kliniken.
Ursachen verstehen – Behandlung gezielt wählen
Knieschmerzen können ganz unterschiedliche Ursachen haben – von Meniskus- oder Bandverletzungen über Knorpelschäden bis hin zur Arthrose, dem Verschleiß des Gelenkknorpels. Gerade nach einem Unfall oder einer Sportverletzung sollte eine zeitnahe Untersuchung erfolgen, um Folgeschäden zu vermeiden.
„Eine präzise Diagnose ist die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie. Erst wenn wir die Ursache kennen, können wir gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten die individuell beste Behandlung auswählen“, erklärt Dr. Inden.
Auch moderne Verfahren erweitern heute die Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählt beispielsweise die transarterielle perkutane Embolisation (TAPE), ein minimalinvasives Verfahren zur Schmerzbehandlung bei ausgewählten Patientinnen und Patienten. „Vor einer Operation sollten zunächst alle sinnvollen konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft werden“, betont Dr. Inden.
Operative Eingriffe: Wann sie sinnvoll sind
Reichen konservative Maßnahmen nicht mehr aus, stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung. Bei einer Fehlstellung des Beines kann eine Achskorrektur die Belastung des Kniegelenks dauerhaft verbessern und Beschwerden deutlich reduzieren.
Ist die Arthrose bereits weit fortgeschritten, kann ein künstlicher Gelenkersatz die Lebensqualität nachhaltig steigern. Vor jeder Operation wird sorgfältig analysiert, welche Beschwerden und Begleiterkrankungen vorliegen. Anschließend erfolgt die individuelle Planung der optimalen Implantatversorgung. Wenn nur ein Teil des Kniegelenks betroffen ist, kann eine sogenannte Schlittenprothese eingesetzt werden. Dieses Verfahren ist weniger invasiv als ein vollständiger Gelenkersatz und ermöglicht meist eine schnellere Erholung.
Die Spezialisten der Segeberger Kliniken empfehlen, akute oder länger anhaltende Knieschmerzen nicht zu ignorieren.
„Je früher wir die Ursache erkennen, desto größer sind häufig die Chancen, das Gelenk langfristig zu erhalten und eine Operation zu vermeiden. Deshalb sollte niemand dauerhafte Knieschmerzen einfach als normale Alterserscheinung hinnehmen“, betont Dr. Inden.