Der Auslöser für diese Veränderung waren neue gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Beleghebammen. Mit dem neuen Hebammenhilfevertrag haben sich die Bedingungen für dieses Modell bundesweit geändert. Gemeinsam mit dem Hebammenteam entschied sich das Klinikum deshalb für einen neuen Weg: Seit April sind die Hebammen als festangestellte Kolleginnen im AMEOS Klinikum Eutin tätig. „Unser Ziel war von Anfang an klar: Wir wollten die Geburtshilfe in Eutin nachhaltig sichern und gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Lena Radtke, Krankenhausdirektorin der AMEOS Klinika Eutin, Oldenburg, Middelburg und Fehmarn.
Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass dieser Weg richtig war. Die Zusammenarbeit ist noch enger geworden, und wir schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen, um die Geburtshilfe in der Region langfristig zu stärken.
Lena Radtke, Krankenhausdirektorin
Auch für die Hebammen selbst hat sich der Arbeitsalltag verändert. „Die Betreuung der Frauen und Familien steht für uns nach wie vor im Mittelpunkt. Gleichzeitig sind Abläufe und Zuständigkeiten klarer geworden, weil wir jetzt alle Teil derselben Struktur sind“, sagt Christina Fürst, Hebamme in Leitungsfunktion im AMEOS Klinikum Eutin. „Heute können wir uns noch stärker auf die Familien konzentrieren und erleben die Zusammenarbeit im Team als sehr positiv.“
Ein besonderes Angebot ist die individuelle Hebammensprechstunde, in der sich die Hebammen Zeit für persönliche Fragen, Sorgen und Wünsche rund um Schwangerschaft und Geburt nehmen. Viele werdende Eltern nutzen die Gelegenheit, das Team bereits vor der Entbindung kennenzulernen und sich individuell beraten zu lassen. Neben der Hebammenbegleitung rund um die Uhr stehen Familienzimmer, verschiedene Geburtsunterstützungsangebote, Still- und Laktationsberatung sowie Informationsabende für werdende Eltern zur Verfügung. Der perinatale Schwerpunkt und die angeschlossene Neugeborenen-Intensivstation gewährleisten zudem eine umfassende Versorgung von Mutter und Kind.
Für die Hebammen steht fest: Die vergangenen Monate haben bewiesen, dass der gemeinsame Weg erfolgreich ist. Die Integration schafft Verlässlichkeit im Team und trägt entscheidend dazu bei, die Geburtshilfe in der Region langfristig zu sichern.