Rahmenbedingungen

Rahmenbedingungen

Rund zwei Millionen Menschen bekommen in Deutschland jährlich eine ambulante oder stationäre Reha-Behandlung. Von den 1.142 Reha-Einrichtungen ist mehr als die Hälfte (53% = 609) in privater Trägerschaft, die anderen Einrichtungen gehören freigemeinnützigen Trägern (27% = 308) oder öffentlichen Trägern (20% = 225).

Medizinische Rehabilitation

Rehabilitation umfasst alle Maßnahmen und Leistungen, die darauf abzielen, die körperlichen, geistigen und seelischen Funktionen von behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen zu stärken bzw. soweit möglich wiederherzustellen. Eine Reha-Maßnahme soll den Betroffenen dabei helfen, ein möglichst selbständiges Leben zu führen und aktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzunehmen.

Nach dem Grundsatz „Rehabilitation vor Rente“ werden gezielte Rehabilitationsleistungen durchgeführt, um die Erwerbsfähigkeit dauerhaft zu erhalten oder wiederherzustellen. Ein besonderes Anliegen der Reha ist es außerdem, dass ältere Menschen nicht zu früh in  die Pflege „abgeschoben“ werden, sondern mithilfe der geriatrischen Rehabilitation so lange wie möglich aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können („Reha vor Pflege“).

Rehabilitation zielt somit auf eine Minderung, Beseitigung oder auf einen Ausgleich der Behinderung, der Pflegebedürftigkeit oder einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben (§ 26 I SGB IX) ab. Die Reha-Teams arbeiten in diesem Sinne multidisziplinär, ganzheitlich und ressourcenorientiert mit dem Ziel der Teilhabeförderung und der Nachhaltigkeit rehabilitativer Maßnahmen.