Private Klinikunternehmen

Private Krankenhausträger sichern die Versorgung mit Krankenhausleistungen vor allem dort, wo die öffentliche Hand dies aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr gewährleisten kann. Fast alle privat geführten Krankenhäuser wurden in den vergangenen Jahrzehnten aus kommunaler Trägerschaft übernommen. Schließungen von Krankenhausstandorten wurden somit verhindert. Dennoch sehen sich die privaten Träger in der Öffentlichkeit immer wieder Vorwürfen ausgesetzt.

Die häufigsten Vorwürfe von Privatisierungsgegnern lauten, dass erzielte Gewinne dem Solidarsystem entzogen würden, dass die Interessen der Patienten unter Rendite-Erwartungen zu leiden hätten, dass der Betrieb von Krankenhäusern staatliche Aufgabe sei und dass die Personalquote sowie die Bezahlung bei privaten Trägern schlechter ausfiele. Hinzu kommt der grundlegende Vorwurf, die von den privaten Trägern beförderte ökonomische Ausrichtung sei Ursache für die Probleme im deutschen Gesundheitswesen.

Die Kritiker und Befürworter eines „Infrastruktursozialismus“ übersehen dabei wesentliche Fakten:

Einfluss auf das System

Von den 1.950 deutschen Krankenhäusern ist der größte Teil (720 Kliniken = 37 Prozent) in privater Trägerschaft.  Gemessen an der Zahl der behandelten Patienten und aufgestellten Betten sind es aber nur 17 bzw. 19 Prozent, da Private häufig kleinere, ländlich gelegene Kliniken betreiben. Der tatsächliche Marktanteil liegt also bei weniger als einem Fünftel. Von Marktbeherrschung oder Dominanz der Privaten kann daher nicht die Rede sein. …

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Staatliche Aufgaben

Anders als in anderen Bereichen der staatlichen Daseinsvorsorge (Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr) haben Patienten in Deutschland die freie Wahl: Sie können sich in medizinischen Notfällen ebenso wie bei geplanten Behandlungen ihren Arzt und ihr Krankenhaus aussuchen. Wer fordert, dass Krankenhäuser allein in staatliche Hand gehören, ist damit auch für die Abschaffung des persönlichen Krankenhauswahlrechts und letztlich für die Verstaatlichung…

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Personal

Tatsächlich sind die Personalkosten bei Kliniken in privater Trägerschaft geringer als die bei anderen Trägern – aber nur im Verhältnis zum Umsatz. Um den einzelnen Patienten kümmern sich in privat geführten Krankenhäusern durchweg mehr Ärzte und Pflegekräfte als in Kliniken anderer Träger. Und nur diese Messgröße – was beim Patienten ankommt – ist für die Bewertung der Personalquote und Arbeitsdichte von Bedeutung. …

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Patienten-Interessen

Patienten haben vor allem ein Interesse: Bestmögliche Behandlungsqualität! Dass die Qualität in privat geführten Krankenhäusern zumindest nicht schlechter ausfällt als in den Häusern anderer Träger, belegen inzwischen zahlreiche  Untersuchungen. Dies gilt auch für die Patientenzufriedenheit und die Bewertung der einweisenden Ärzte.

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Gewinne

Private Träger bekommen für einen Behandlungsfall nicht mehr Geld als  andere, sondern genau den gleichen Preis für eine Leistung. Sie nehmen also den Krankenkassen und ihren Beitragszahlern nichts weg, setzen das Geld aber effizienter ein und erzielen so Überschüsse. Folglich geht der Solidargemeinschaft nichts verloren. Im Gegenteil: Da die Gewinne versteuert werden, profitiert das Gemeinwesen. …

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