Das MDK-Reformgesetz schlägt hohe Wellen

Aus Sicht der Medizincontroller wurde die Absicht des Gesetzgebers ins Gegenteil verkehrt: Die Komplexität des Systems nimmt zu, die Bürokratisierung steigt, noch weniger Personal ist infolge der steigenden Dokumentationsumfänge am Krankenbett. Letztlich setzt sich die Aufrüstung auf allen Seiten fort, das Misstrauen nimmt zu und eine weitere Verrechtlichung demotiviert die Verfahrensbeteiligten.

News zum Thema

Interview mit DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß zur Kampagne gegen das MDK-Reformgesetz

Mit einer landesweiten Kampagne gegen die im MDK-Reformgesetz vorgesehene 300-Euro-Strafe für strittige Krankenhausrechnungen wollen die Kliniken die Politik aufrütteln und Bürger über die Auswirkungen informieren. Die in diesem Rahmen von den Kliniken geschalteten Anzeigen stoßen auch auf Kritik bei einigen Bundestagsabgeordneten.

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Strafzahlungen für Krankenhäuser - Klinikverband fordert dringend Korrektur

"Strafe für soziale Verantwortung? Schluss damit!" verlangt die Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein (KGSH) in einer landesweiten Anzeigenkampagne. Hintergrund der Kampagne ist das Ende 2019 verabschiedete MDK-Reformgesetz, nach dem jede durch eine MDK-Prüfung ausgelöste Minderung des Rechnungsbetrages - und sei es auch nur ein Euro - eine Strafzahlung des Krankenhauses in Höhe von mindestens 300 Euro auslöst.

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Weiterentwicklung des MDK

Im Jahr 2017 hat der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Auftrag der Krankenkassen insgesamt 2,3 Millionen Gutachten zu Krankenhausabrechnungen erstellt - 12,6 Prozent mehr als im Jahr 2016. Die Prüfquote stieg im Bundesdurchschnitt von 12,9 Prozent im Jahr 2016 auf 14,7 Prozent im Jahr 2017. Im Jahr 2011 lag sie noch bei 10 Prozent.

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