Konjunkturpaket: Wichtiger Beitrag für Gesundheit

Die Bundesregierung hat für 2020 und 2021 ein 130 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket beschlossen. Alleine zehn Milliarden sollen davon in den Gesundheitssektor fließen. Besonders wichtig für Kliniken ist das „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“.

Das Maßnahmepaket ist ein positives Zeichen für die Gesundheitsversorgung. Drei Milliarden Euro sollen die Krankenhäuser in 2020 und 2021 aus dem Konjunkturpaket. erhalten. Damit sollen moderne Notfallkapazitäten sowie eine verbesserte digitale Infrastruktur, intern sowie sektorenübergreifend, geschaffen werden. Das „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“ ist ein positives Zeichen und drückt Anerkennung gegenüber den Krankenhäusern und deren Beschäftigten aus, die während der Corona-Pandemie Tag für Tag an ihre Grenzen gehen. Gleichzeitig zeigt es, dass es sowohl bei der Schaffung von Notfallkapazitäten als auch bei der Verbesserung der digitalen Infrastruktur Nachholbedarf gibt.

Neben den Krankenhäusern profitieren noch weitere Bereiche im Gesundheitssektor vom Konjunkturpaket. So werden Gelder für die inländische Produktion von Arzneimitteln und Medizinprodukten bereitgestellt. Das schafft eine größere Unabhängigkeit vom internationalen Markt. Zudem sollen eine nationale Reserve an Schutzausrüstung geschaffen und der Öffentliche Gesundheitsdienst gestärkt werden.

Das Konjunkturpaket zeigt, dass der Staat verstanden hat, an welchen Stellschrauben zu drehen ist, um das Gesundheitssystem zu verbessern und auf Krisensituationen wie die Corona-Pandemie vorbereitet zu sein. Wichtige Bereiche sollen mit erheblichen Geldern bedacht werden und können so Verbesserungen vornehmen. Für die optimale Wirkung des Investitionsprogramms wird relevant sein, wie die Verteilung der Investitionsmittel konkret geregelt wird. Dringend notwendig ist eine Klarstellung, dass auch Vorsorge- und Rehakliniken auf Mittel aus dem Zukunftsprogramm zugreifen können. Auch in diesen Kliniken besteht wichtiger Investitionsbedarf.