Schleswig-Holstein sucht nach Lösungen für Rehakliniken

Rehakliniken, die vom Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein zur Bewältigung der Corona-Krise als Entlastungskrankenhaus definiert werden, sollen gemäß des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes wie ein Akutkrankenhaus vergütet werden. Dies kündigte Minister Dr. Heiner Garg heute (29.3.) nach einem Gespräch mit Asklepios CEO Kai Hankeln zur Problematik der Vergütung von Rehakliniken in der Corona-Krise an. 

Asklepios Kliniken

Am Montag soll in Anlehnung an die bisherige Auslegung des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und andere Bundesländer eine Lösung für die Rehakliniken des Landes Schleswig-Holstein gefunden werden.

Der Ankündigung des Ministers vorausgegangen war eine Intervention der Asklepios Kliniken. Asklepios hatte kritisiert, dass das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein (MSGJFS) im Gegensatz zu anderen Bundesländern und dem BMG das COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz zum Nachteil der Rehakliniken auslegen würde.

So sollte die Asklepios Klinik Am Kurpark im Schleswig-Holsteinischen Bad Schwartau trotz Benennung als Entlastungskrankenhaus wie jede andere Rehaklinik, die nicht zur Bewältigung der Corona-Krise herangezogen wird, gemäß Sozialschutzpaket des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gesichert werden. Das hätte bedeutet, dass die Rehaklinik, wie alle anderen Rehakliniken auch, mit 60 Prozent ihres regulären Tagessatzes vergütet worden wäre. Akutkliniken würden in dieser Phase jedoch mit 560 Euro pro Tag pauschal vergütet. Das müsse aufgrund der hohen Vorhaltekosten auch für die Entlastungskrankenhäuser gelten, hatte Asklepios kritisiert, da diese anderenfalls an die Existenzgrenze stoßen könnten.

Quelle: asklepios.com