Schleswig-Holstein: Kosten je Krankenhausfall auf 5 208 Euro gestiegen

Umgerechnet auf die 596 297 vollstationär im Krankenhaus behandelten Patientinnen und Patienten in Schleswig-Holstein lagen die Kosten je Fall im Jahr 2019 bei durchschnittlich 5 208 Euro und damit 4,2 % höher als 2018. Dies zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

Ein Krankenhausfall kostete 2019 in Schleswig-Holstein durchschnittlich 5.208 Euro

Ländervergleich zeigt Unterschiede

Im Ländervergleich waren die stationären Kosten je Fall in Hamburg mit 6 146 Euro am höchsten. Auch in Schleswig-Holstein lagen die  Fallkosten ebenso wie in Bremen, Berlin, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern über dem Bundesdurchschnitt. - Die niedrigsten Kosten je stationärem Behandlungsfall hatte Thüringen mit durchschnittlich 4 679 Euro. 

Diese regionalen Unterschiede sind auch strukturell bedingt, schreibt das Bundesamt: Sie werden vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst. Am deutlichsten stiegen die stationären Kosten je Fall im Vergleich zu 2018 in Bremen mit +12,6 %. In Rheinland-Pfalz gab es mit +3,8 % den geringsten Anstieg.

Mehr als 3 Milliarden Euro

Insgesamt sind die Kosten der stationären Krankenhausversorgung in Schleswig-Holstein im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 5,9 % auf rund 3,1 Milliarden Euro gestiegen.

Zusammen mit den Ausgaben für nichtstationäre Leistungen (zum Beispiel für Ambulanz, wissenschaftliche Forschung und Lehre) beliefen sich die Gesamtkosten der Krankenhäuser im echten Norden im Jahr 2019 auf 3,7 Milliarden Euro (2018: 3,5 Milliarden Euro). Sie setzten sich im Wesentlichen aus den Personalkosten von 2,2 Milliarden Euro (+5,7 % gegenüber 2018) und den Sachkosten von 1,5 Milliarden Euro (+5,1 %) zusammen.