Sana Kliniken Lübeck: TASH-Behandlung erfolgreich durchgeführt

Am Herz- und Gefäßzentrum an den Sana Kliniken Lübeck wurde erstmals eine sogenannte TASH-Behandlung (transkoronare Ablation der Septumhypertrophie) erfolgreich durchgeführt. Das Zentrum hat sich auf schwere und schwerste Erkrankungen und hochkomplexe Eingriffe an allen Herz-Kranzgefäßen spezialisiert.

TASH-Behandlung

Immer wieder auftretende Übelkeit, bisweilen Luftnot, Herzstolpern und stetig geringer werdende Belastbarkeit waren Beschwerden mit denen sich eine Patientin geraume Zeit und nur mit viel Unterstützung durch den Alltag bewegte. Die Diagnose: Eine krankhafte Verdickung des Herzmuskels, die sogenannte „Hypertroph- obstruktive Cardiomyopathie“ (HOCM).

Folgen der Herzerkrankung gravierend

„Die Folgen dieser eher seltenen, aber dennoch sehr schweren Herzerkrankung sind gravierend“, berichtet Prof. Dr. med. Joachim Weil, Direktor des Herz- und Gefäßzentrums an den Sana Kliniken Lübeck. „Durch die starke Verengung der Blutausflussbahn im Bereich der linken Herzkammer ist es dem Muskel nicht mehr möglich, ausreichend Blut in den Kreislauf zu pumpen.

Herzrhythmusstörungen und starke Beeinträchtigungen in der Belastbarkeit führen zu einer deutlich spürbaren Verringerung der Lebensqualität für unsere Patienten. In den meisten Fällen nimmt die Verengung zu, so dass ein medizinischer Eingriff zwingend erforderlich wird, um dauerhafte und vor allem schwerste Schädigungen des Herzmuskels oder gravierende Rhythmusstörungen zu vermeiden“, berichtet Prof. Weil weiter.

Eine invasive Behandlungsmethode konnte im Falle einer Patientin helfen. Dr. Deepak Jain, Experte für interventionelle Kardiologie an den Sana Kliniken Lübeck, konnte das verdickte Gewebe mit einer Kombination aus Ultraschall- (Echokardiographie-) einer Herzkatheterbehandlung erfolgreich lokalisieren und mittels Injektion von Alkohol in die betreffende Region veröden.

Die Patientin zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ausgang der Behandlung: „Ich fühle mich fünf Wochen nach meinem Eingriff schon wieder sehr belastbar. Die Beschwerden, die mich lange Zeit so sehr einschränkten, sind bereits direkt nach der Operation nicht mehr zu spüren gewesen."

Behandlungen nicht aufschieben

Prof. Weil appelliert dringend, auch in "Corona-Zeiten" Krankenhäuser nicht zu meiden. Das Beispiel der Patientin zeige einmal mehr, wie wichtig es ist, notwendige Behandlungen keinesfalls aufzuschieben. In den Sana Kliniken Lübeck seien umfangreiche Maßnahmen zu Abstand und Hygiene ergriffen worden, die für größtmögliche Sicherheit sorgen.

Quelle: sana.de/luebeck