Rehakliniken haben als "Entlastungskrankenhäuser" ausgedient

Schleswig-Holstein hat die Bescheide für 13 sogenannte "Entlastungskrankenhäuser" mit Wirkung vom 1. Juli 2020 an widerrufen. Das Land hatte sie dazu bestimmt, um Krankenhäuser zu entlasten, damit diese sich auf die Aufnahme von COVID-19-Patienten vorbereiten können. Lediglich die Strandklinik in St. Peter Ording behält mit 25 Betten ihren Status.

Begründet wird dies mit der besonderen pneumologischen Kompetenz der Klinik, die es ermöglicht, dort schwer erkrankte Covid-19-Patienten weiter zu versorgen und zu behandeln.

Damit entfällt in diesen Kliniken auch die Vorhaltepauschale des Landes in Höhe von 50 Euro pro Bett und Tag für jedes nicht belegte Entlastungsbett.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren (MSGJFS) hatte auf der Grundlage der mit dem  COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz des Bundes geschaffenen neuen Regelungen insgesamt 14 der 62 Reha-Einrichtungen in Schleswig-Holstein als "Entlastungskrankenhäuser" bestimmt. Um die Vorhaltung dieser Betten zu akzeptablen wirtschaftlichen Konditionen zu ermöglichen, zahlte das Land für diese Bettenkapazitäten den Kliniken zusätzlich zu der vom Bund festgelegten Vergütung eine Vorhaltepauschale. 

Sollten im Zuge der Covid-19-Pandemie erneut Entlastungskrankenhäuser benötigt werden, hätten sich alle 13 Reha-Kliniken bereit erklärt, kurzfristig wieder als Entlastungskrankenhaus tätig zu werden, so das Ministerium.

Das Land Schleswig-Holstein hatte bereits Mitte Mai die pandemiebedingten Einschränkungen für die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen aufgehoben. Demnach dürfen seit dieser Zeit wieder alle Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen einschließlich der Mutter-/Vater-Kind-Kuren für Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet duchgeführt werden.