Mehrheit der Bevölkerung empfindet fehlende Investitionen durch die Länder als ungerecht

Drei Viertel der Deutschen finden es nicht richtig, dass die Länder nur einen Teil der Investitionskosten tragen und die Krankenhäuser mit dem Rest allein lassen. Das ergab eine Umfrage des Instituts Toluna im Auftrag der Asklepios Kliniken.

Kliniken - Investitionen der Länder unzureichend

Gut wirtschaftende Krankenhäuser werden benachteiligt

Mehr als 60 Prozent halten dies der Befragung zufolge auch für ungerecht. Denn so werden gut wirtschaftende Häuser bestraft, weil sie ihre Überschüsse investieren müssen, während unrentable Kliniken Investitionen und teils Defizite von den Ländern bezahlt bekommen. Zudem fehlen die Mittel aus  Sicht der Bevölkerung, die die Krankenhäuser in Bauvorhaben und Medizintechnik stecken, dann für mehr Personal und damit eine bessere medizinische und pflegerische Versorgung (86 Prozent bzw. 81 Prozent).

Eigenleistungen der Kliniken werden stark unterschätzt

Allerdings gehen fast sechs von zehn Deutschen davon aus, dass weniger als die Hälfte der Kliniken Gewinn macht, so die Umfrage. Gleichwohl vermuten sie, dass die Häuser rund 36 Prozent der Investitionskosten selbst finanzieren. Damit unterschätzen sie deutlich die Leistungen der Krankenhäuser, die fast die Hälfte der Kosten alleine schultern müssen. 38 Prozent in Deutschland und sogar 43 Prozent in Hamburg gehen davon aus, dass Krankenhäuser nicht vom Staat finanzierte Investitionskosten über Spenden, Förderverein oder Zuschüsse von Trägern decken.
 
„Offensichtlich wird die schwierige ökonomische Situation deutscher Kliniken und deren selbst geleistete Investitionen von den meisten Menschen massiv unterschätzt“, sagt Kai Hankeln, Vorstandsvorsitzender der Asklepios Kliniken. „Sobald ihr die Zusammenhänge klar werden, empfindet die Mehrheit der Bevölkerung gerade die fehlenden Investitionen durch die Länder als ungerecht“, so Hankeln weiter.

In die repräsentative Online-Befragung waren 1.000 Bundesbürger und 200 Bewohner der Metropolregion Hamburg eingebunden.

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