Kampagne: Fair diskutieren, fair entscheiden, fair handeln

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat am 16. September in Berlin mit einem Krankenhausgipfel den Auftakt einer Reformkampagne für die Krankenhauspolitik gesetzt. Teilgenommen haben auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und seine Brandenburgische Landeskollegin Ursula Nonnemacher.

Kampage FAiR – Diskutieren, entscheiden, handeln

DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß

Gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige und flächendeckende Krankenhausstruktur ist. Jetzt sei es an der Zeit, über die zukünftige Versorgung zu sprechen und zwar nicht über die Krankenhäuser, sondern mit ihnen, erklärte DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß.

Vor allem fehlende Krankenhausstrukturpolitik, chronische Unterfinanzierung, Überbürokratisierung und verschleppte Digitalisierung seien Probleme, die die Kliniken beträfen.

Die Kampagne stellt daher neun Handlungsbereiche in den Mittelpunkt:

  • eine konstruktive Versorgungsstrukturdebatte statt plumper Kahlschlag,
  • Vertrauenskultur statt Kontrollitis, 
  • Entbürokratisierung als Befreiungsschlag,
  • Qualitätssicherung statt vorführende Fehlersuche, 
  • auskömmliche Finanzierung statt Vergütungsdeckelung,
  • ausreichende Investitionsmittel gegen Modernisierungsstau,
  • Digitalisierungsoffensive für mehr Effizienz,
  • Personalsicherung zur Zukunftssicherung
  • und Überwindung starrer Sektorengrenzen statt Zugangsbeschränkungen für Versorgung aus einem Guss.

„Die Krankenhäuser sind bereit für den Dialog. Wir haben zu den verschiedenen Themenfeldern unsere Ideen vorgestellt. Und wir sind zu einer offenen, fairen Diskussion und zu Entscheidungen bereit", so der DKG-Präsident.

Zu Inhalt und Zielen der Kampagne FAiR – Diskutieren, entscheiden, handeln.