Hilferuf von Mutter/Vater-Kind-Kliniken

Am heutigen „Vergissmeinnicht-Tag“ appellieren Eltern-Kind-Kliniken an die Politik, die Existenz der Vorsorge- und Rehabilitationskliniken für Mütter/Väter und ihre Kinder zu sichern. Die finanziellen Reserven dieser Kliniken seien verbraucht und es werde dringend Hilfe benötigt.

Rettungsschirm für Mutter-Kind-Kur

Nach dem Corona-Lockdown Mitte März seien auch die Mutter/Vater-Kind-Kliniken auf behördliche Anordnung geschlossen worden und hätten frühestens ab Ende Mai 2020 wieder öffnen können. Die seitdem geltenden umfassenden Einschränkungen der Hygienerichtlinien liesen allerdings keinen Regelbetrieb zu, sodass die Kliniken nicht ausreichend belegt werden könnten, um das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Zu einem großen Teil stünden die Betten Teil leer. Ohne gesetzliche Stützungsmaßnahmen würde die Vorsorge- und Rehabilitation für Mütter/Väter und Kinder im Verlauf des Spätherbstes und des Winters in Notlagen geraten.

Corona-Rettungsschirm verlängern

Die von der Bundesregierung angekündigten neuen, weiteren Corona-Finanzhilfen für Rehakliniken müssten auch für die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken für Mütter/Väter und ihre Kinder gelten. So habe das Bundeskabinett die Verlängerung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes (SodEG) bis zum 31. März 2021 beschlossen und damit die von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) finanzierten Rehabilitationskliniken weiterhin unter einen Schutzschirm gestellt. Gleiches müsse nun auch für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gelten.

Die Vorsorge- und Rehabilitation für Mütter/Väter und Kinder ist eine Pflichtleistung der GKV. Bis zum Ausbruch der Coroan-Pandemie nahmen jährlich fast 120.000 Mütter/Väter mit ihren Kindern bundesweit in 130 Kliniken an diesen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen teil. Nach Einschätzung der Initatoren des Aktionstages benötigen mehr als 2,3 Millionen Mütter, Väter und Kinder in Deutschland dringend solche Kuren.

Mutter-Vater-Kind-Kliniken in Schleswig-Holstein

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