Hi-Tech für 3-D-Mapping des Herzens

Exzellente und schonende Verfahren in der Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen sind das Spezialgebiet der Sektion Elektrophysiologie des Herz- und Gefäßzentrums an den Sana Kliniken. Eine neue Technologie des 3-D-Mappings sorgt für bessere Ergebnisse.

 Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen

Ansicht einer sog. Map des Herzens - © Johnson & Johnson

Dr. med. Olaf Krahnefeld

Dr. med. Olaf Krahnefeld, Leiter der Sektion Elektrophysiologie, während einer Prozedur mit der neuen Software-Version - © Sana Kliniken Lübeck

Nicht immer sind Rhythmusstörungen lebensbedrohlich, einige Patienten bemerken diese im Alltag sogar nicht einmal. Dennoch können sich diese bei anderen Patienten durch nur eine defekte Herzmuskelfaser zu komplexen Herzrhythmusstörungen auswachsen, deren Symptome ein normales Leben dann sogar unmöglich machen und die Lebensqualität der Betroffenen extrem einschränken.

Eine der Hauptursachen für diese elektrischen Störungen unseres Lebensmuskels – dem Herzen - ist Bluthochdruck, aber auch eine Herzmuskelschwäche, Herzklappenfehler, Übergewicht, Diabetes mellitus, übermäßiger Alkoholkonsum oder eine Schilddrüsenüberfunktion können diese begünstigen.

„Kann der normale Herzrhythmus medikamentös nicht wiederhergestellt werden, besteht heutzutage für nahezu jede Herzrhythmusstörung die Möglichkeit einer Katheterablation.“ erläutert Dr. Olaf Krahnefeld, Ärztlicher Leiter der Sektion Elektrophysiologie.

Dank modernster hochauflösender dreidimensionaler Navigations-Technologie für das Herz gleicht die Suche nach defekten Herzmuskelfasern zur Beseitigung der Herzrhythmusstörungen jetzt nicht mehr der einer Stecknadelsuche im Heuhaufen. Als erstes Herzzentrum in Norddeutschland nutzen die Spezialisten an den Sana Kliniken Lübeck seit Anfang Mai die neueste Technologie: für höchste Präzision bei allen Eingriffen sorgt der Einsatz der Navigationssoftware CARTO® 3 V7 (Biosense Webster). Mit dieser Hi-Tech werden hochauflösende farblich kodierte, dreidimensionale Karten – sog. Maps – des Herzens erzeugt.

„Die Weiterentwicklung dieser exzellenten Technologie ermöglicht uns eine noch höhere Erkennungsgenauigkeit für die Herkunftsorte von Rhythmusstörungen, um diese sehr exakt - im Untermillimeterbereich - zu lokalisieren und gezielt zu veröden“, freut sich Sektionsleiter Dr. Krahnefeld.

„Die Behandlungsqualität für unsere Patienten sowie die Erfolgsrate für die Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus steigt damit noch einmal deutlich“, so Dr. Krahnefeld weiter.

Seit 2013 führen die Spezialisten für Elektrophysiologie mit einem Team aus drei Ärzten und 13 Pflegekräften in zwei hochmodernen Laboren rund 500 Eingriffe dieser Art pro Jahr durch. Behandelt werden vorwiegend Vorhofflimmern aber auch komplexe Tachykardien sowie Arrhythmien aus den Kammern. Durch eine Technologieflatrate sind die Spezialisten der Sektion Elektrophysiologie an den Sana Kliniken Lübeck immer auf dem neuesten Stand.

Quelle: sana.de/luebeck