G-BA ermöglicht Flexibilität beim Einsatz von Intensivpflegepersonal

Angesichts der zu erwartenden Belastungen der Krankenhäuser aufgrund des Coronavirus hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, den Krankenhäusern höchstmögliche Flexibilität beim Personaleinsatz von Intensivpflegekräften zu geben. Wenn viele Intensivpatienten zu behandeln sind oder Personal fehlt, dann muss gewährleistet sein, dass die Behandlung weiterhin möglich ist und nicht an Personalvorgaben scheitert, sagte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken am Freitag (20.3.).

Personaluntergrenzen auf Intensivstationen ausgesetzt

Damit erweitert der G-BA die vom Bundesgesundheitsministerium bereits eröffnete Möglichkeit des Unterschreitens von Personaluntergrenzen auch für komplexe und besonders personalintensive Versorgungsbereiche

Von Pflegepersonalvorgaben kann demnach abgewichen werden, wenn es in einem Krankenhaus zu kurzfristigen krankheits- oder quarantänebedingten Personalausfällen oder einer starken Erhöhung der Patientenzahl kommt. Die Ausnahmeregelungen betreffen die Qualitätsvorgaben des G-BA unter anderem zu Früh- und Reifgeborenen, Kinderherzchirurgie und Behandlung des  Bauchaortenaneurysmas.

Wenn wegen des Vorliegens des nun geregelten Ausnahmetatbestandes von den Mindestanforderungen an die Personalausstattung abgewichen werden muss, löst dies zudem keine Anzeigepflicht der Kliniken im Rahmen der jeweiligen Nachweisverfahren aus.

Quelle: g-ba.de