G-BA beschließt weitere Maßnahmen zur Entlastung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Zusammenhang mit der Pandemie mit SARS-CoV-2 weitere zeitlich befristete Sonderregelungen getroffen. Damit sollen Krankenhäuser und Praxen entlastet und Infektionsrisiken für Patienten verringert werden.

Sonderregelungen des G-BA zur Entlastung von Kliniken

Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA, erklärte dazu: „Wir müssen in der jetzigen Ausnahmesituation … alle verfügbaren personellen Ressour cen beim Pflegepersonal und b i den Ärztinnen und Ärzten für die Patientenversorgung freimachen und deshalb Bürokratie und Dokumentationsvorgaben zur Qualitätssicherung auf ein unabdingbares Minimum reduzieren." ... "Zugleich müssen wir auch Versicherte, Patientinnen und Patienten ebenso wie medizinisches Personal vor vermeidbaren Infektionen durch unnötige Kontakte schützen und Krankenhäuser und Praxen von Routineaufgaben entlasten", so Hecken weiter.

Die getroffenen und befristet geltenden Sonderregelungen betreffen unter anderem folgende Richtlinien bzw. Regelungen: 

  • Flexiblere Verordnungsmöglichkeiten durch Krankenhäuser
  • Regelungen zu einem gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern
  • Weitere Ausnahmen von Anforderungen an die Qualitätssicherung

Betroffen sind vornehmlich die Richtlinien über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL), Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL), Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL), die Richtlinie zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren (plan. QI-RL), die Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie (PPP-RL), die  MDK-Qualitätskontroll-Richtlinie (MDK-QK-RL), Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser (Qb-R) und die Mindestmengenregelungen.

Weitere Aktualisierung schließt der G-BA je nach Situation nicht aus.

Quelle: g-ba.de