Ein neuer Alltag auch für den Klinikbetrieb

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will ab Mai einen Teil der Kapazitäten in den Kliniken schrittweise wieder für planbare Operationen nutzen. Dies sei wichtig, da auch das Verschieben von dringlichen Eingriffen, etwa bei Tumoren, oder von planbaren Operationen, etwa zum Hüftersatz, für die betroffenen Patienten gesundheitliches und seelisches Leid nach sich ziehe, heißt es in einem Konzept des Ministers vom Montag (27.4.).

Krankenhäuser dürfen wieder planbare Operationen durchführen

Nach einem Stufenplan sollen zunächst für COVID-19-Patienten 25 statt bisher 50 Prozent der Intensivbetten in den Kliniken reserviert werden. Die OP-Kapazität könne in einem ersten Schritt zu 70 % für planbare Operationen geöffnet werden. Dieser Anteil soll je nach Infektionsverlauf schrittweisen um jeweils 10 % alle zwei Wochen erhöht werden.

Bund und Länder hatten die Kliniken vor sechs Wochen aufgefordert, alle medizinisch nicht zwingend notwendigen planbaren Aufnahmen und Operationen zu verschieben und damit Behandlungs- und Intensivkapazitäten in den Kliniken zur Behandlung von COVID-19-Patienten frei werden zu lassen. Weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen sich derzeit linear entwickele, könne auch für die Kliniken schrittweise ein neuer Alltag entwickelt werden.

Spahn empfiehlt seinen Länderkollegen, jeweils ein auf ihre regionalen Versorgungsstrukturen aufsetzendes (Stufen-)Konzept für die Versorgung und die Vorhaltung der Kapazitäten zu entwickeln.