DRV-Rehabericht 2019: Ausgaben um 3,2 Prozent gestiegen

2018 gab die Deutsche Rentenversicherung (DRV) insgesamt ca. 6,76 Mrd. € für Rehabilitation aus. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Damit blieb die Rentenversicherung im Rahmen des Budgets, das ihr für Reha-Leistungen gesetzlich vorgegeben ist und für 2018 auf 6,928 Mrd. € festgesetzt wurde, so der DRV-Rehabericht 2019.

Deutsche Rentenversicherung Reha-Atlas 2019

Von den Gesamtaufwendungen für Rehabilitation entfielen rd. 1,15 Mrd. € auf Übergangsgelder, die zum Beispiel dann anfallen, wenn kein Anspruch mehr auf Krankengeld oder auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht.

Eine stationäre Rehabilitation bei körperlichen Erkrankungen kostete dem Bericht zufolge 2018 im Schnitt 3.112 €, eine ambulante Rehabilitation 1.828 €. Bei psychischen oder Abhängigkeitserkrankungen lagen die mittleren Kosten mit 7.193 € pro stationärer Rehabilitation deutlich höher, was sich durch ihre längere Dauer, vor allem bei Suchterkrankungen, erklärt.

Insgesamt macht sich die Rehabilitation für die Rentenversicherung bereits in kurzfristiger Perspektive bezahlt, wenn sie die Erwerbsminderung um rund vier Monate hinausschiebt, stellt der Bericht klar. Denn den Ausgaben für Rehabilitation stehen Beiträge und vermiedene Erwerbsminderungsrenten gegenüber. 

Im Durchschnitt betrugen die Aufwendungen pro Rehabilitation im Jahr 2018 rd. 4.833 €. Pro Monat der Erwerbstätigkeit erhält die Rentenversicherung im Mittel Beiträge von 587 € und spart gleichzeitig die Erwerbsminderungsrente mit durchschnittlich 735 €; zusammen ergibt sich also ein Nutzen von 1.322 € pro Monat.

Trotz ihrer großen Bedeutung entprachen dem Bericht zufolge die Ausgaben für Rehabilitation im Jahr 2018 nur 2,1 % der Gesamtausgaben der Rentenversicherung.

Quelle: deutsche-rentenversicherung.de