Dänemark: Hohes Risiko einer Überlastung von Krankenhäusern

Die dänische Gesundheitsbehörde sorgt sich angesichts zunehmender Infektionen mit COVID-19 um die Belastungen, die in den nächsten Monaten auf die Krankenhäuser zukommen können. Notwendig werden könne es, geplante Behandlungen zu verschieben.

Dänische Gesundheitsbehörde sorgt sich um Krankenhausübelastungen

Die Infektion mit COVID-19 würden im Herbst und Winter allmählich zunehmen. Mehr Menschen würden ins Krankenhaus eingeliefert. Weil ein großer Teil der Bevölkerung jetzt geimpft sei, stelle sich die Situation deutlich anders dar als im letzten Jahr. Gleichzeitig gebe es normale Aktivität in der Gesellschaft, die das Infektionsrisiko erhöhe. Wegen Infektionen mit COVID-19, Grippe und anderen Infektionskrankheiten riskieren man, die Krankenhäuser zu überlasten, sagt Søren Brostrøm, Direktor der dänischen Gesundheitsbehörde.

Besonders besorgt sei man in der dänischen Gesundheitsbehörde über den zunehmenden Druck auf Notaufnahmen, medizinische Abteilungen sowie Intensivstationen, der in den kommenden Monaten entstehen könnte.

Wir ermutigen jeden, Impfungen zu akzeptieren.

Søren Brostrøm

Gemeinsam mit den Regionen verfolge die Gesundheitsbehörde kontinuierlich die Belastung der Krankenhäuser, um rechtzeitig gegensteuern zu können. Wichtig sei es, ausreichend Kapazitäten vorzuhalten, um akut kranke Patienten zu behandeln. Daher kann es notwendig sein, geplante Behandlungen zu verschieben. Das entscheidende Instrument zur Verringerung der Belastung der Krankenhäuser sei die Impfung.

Seit dem 10. September wird Covid-19 in Dänemark nicht mehr als gesellschaftskritische Krankheit eingestuft - auch wegen der sehr hohen Impfquote im Land. Somit sind alle Corona-Beschränkungen entfallen. Seit Anfang Oktober aber entwickelt sich auch in Dänemark das Infektionsgeschehen sehr dynamisch. Binnen eines Monats hat sich die Zahl der Patienten, die eine Klinikbehandlung benötigen, verdreifacht.