Corona-Virus: Entlastung der Krankenhäuser für schwere Verläufe

Bund und Länder haben sich am Dienstag (17.3.) auf ein Grobkonzept Infrastruktur Krankenhaus verständigt. Danach sollen die Länder mit den Kliniken Pläne erarbeiten, um die Intensivkapazitäten durch den Aufbau provisorischer Kapazitäten zu verdoppeln.

Entlastung der Krankenhäuser durch Rehaklinikenfe

Zusätzliche Kapazitäten könnten durch Auf-, Aus- und Umrüsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größeren Hallen für die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe erreicht werden. Dies entlaste dann die Krankenhäuser für schwerere Verläufe.

Nach den Beschlüssen des Chefs des Bundeskanzleramtes und der Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder sollte jede Klinik zudem vorausschauende Personalplanung betreiben, vorhandenes Personal zusätzlich schulen für einen etwaigen Einsatz im Intensivbereich, Konzepte entwickeln für den Einsatz von Medizinstudenten höherer Semester, sowie für den Einsatz von Ärzten und Pflegekräften, die sich aus dem Ruhestand oder anderen Bereichen zur Unterstützung zur Verfügung stellen.

Auch sollten die Länder Kontakt zu den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung in den Ländern aufnehmen und gemeinsame Konzepte entwickeln, wie dort beschäftigte Ärzte und Pflegekräfte in der akuten Versorgung unterstützen können.

Hintergrund für diese Vorsorgemaßnahmen sind steigende Fallzahlen, die das RKI erwartet. Damit einhergeht auch eine deutliche steigende Inanspruchnahme der stationären Krankenhaus-Versorgung.