Corona-Krise: Reha-Kliniken besonders betroffen

Die Corona-Krise bringt für alle Kliniken erhebliche finanzielle Probleme mit sich. Reha-Kliniken sind besonders betroffen, teilt Paracelsus heute (31.3.) mit. Zwar könnten Reha-Kliniken in die medizinische Gesamtversorgung einbezogen werden, doch würden die Länder voraussichtlich nur wenige Häuser dafür auswählen. Auf jeden Fall fallen die meisten Reha-Kliniken in eine Finanzierungslücke; dort werden sie bis auf Weiteres allein gelassen, beklagt Paracelsus.

Corona-Krise trifft Reha-Kliniken besonders hart

„Konkret haben wir in unseren Kliniken mit einem Rückgang an Rehabilitanden zu kämpfen, weil rehabilitationsintensive Operationen in den Krankenhäusern entfallen und kaum noch jemand in die Anschlussheilbehandlung kommt“, erklärt Tobias Brockmann, Geschäftsbereichsleiter Reha bei Paracelsus, die Situation. „Gleichzeitig haben wir in einigen Häusern durch landespolitische Entscheidungen einen Aufnahmestopp und Patienten treten aus Angst vor einer Infektion ihre Reha gar nicht erst an.“

Die Folge sind leere Betten, die in absehbarer Zeit nicht belegt werden. Reha-Kliniken, die nicht Teil der medizinischen Versorgung durch Tätigkeiten als Corona-Krankenhaus werden und keine Rehabilitanden haben, erhalten derzeit nur einen beschränkten finanziellen Ausgleich, so Paracelsus.

„Alle Aufmerksamkeit richtet sich derzeit auf diesen Corona-Tsunami“, gibt Dr. med. Dr. jur. Martin Siebert, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) von Paracelsus-Kliniken, zu bedenken. „Das Gesundheitssystem ist in einem hochaktiven Schockzustand“. Aber nach der Krise gehe das Leben weiter. „Wir dürfen die Zukunft wichtiger Behandlungsmöglichkeiten in der Reha jetzt nicht gefährden, weil wir sie in der Krise – sozusagen als ‚Überlauf‘ – aber auch in der Zeit nach der Corona-Krise dringend brauchen werden.“

Hinzu komme, dass nach der Corona-Krise mit einem Ansturm von aufgeschobenen Behandlungen und psychischen Folgeerkrankungen zu rechnen sei. „Die Reha-Kliniken sind seit Jahren eine tragende Säule des Gesundheitssystems“, so Tobias Brockmann. Paracelsus ergreife daher jetzt alle Maßnahmen, um in der Krise zu unterstützen und nach der Krise weiterhin für die medizinische Versorgung unserer Patienten zur Verfügung zu stehen.

Quelle: paracelsus-kliniken.de