Asklepios und Rhön: Bundeskartellamt genehmigt Zusammenschluss

Das Bundeskartellamt hat den geplanten Erwerb des Rhön Klinikums durch die Asklepios Kliniken in der ersten Prüfungsphase freigegeben. „Bei der überwiegenden Mehrheit der Klinikstandorte von Asklepios und Rhön gibt es keine räumlichen Überschneidungen. Die Unternehmen stehen lediglich beim Angebot von akutstationären Krankenhausdienstleistungen in der Region Gießen/Marburg in einer Wettbewerbsbeziehung zueinander", so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.

Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt

© RHÖN-KLINIKUM AG

Hier betreibt Rhön mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg die einzige privat geführte Universitätsklinik in Deutschland. Auch Asklepios ist in der Region mit mehreren Kliniken präsent. Allerdings bestehe zwischen den Krankenhausstandorten der Beteiligten weder räumlich noch fachlich eine hinreichende Nähe, die zu durchgreifenden, wettbewerblichen Bedenken hätte führen können, folgert die Kartellbehörde.

Asklepios und Rhön zählen nach Angaben des Bundeskartellamtes zu den größten privaten Klinikbetreibern nach der Fresenius-Tochter Helios. Asklepios betreibt deutschlandweit insgesamt 160 Gesundheitseinrichtungen, darunter neben Krankenhäusern auch medizinische Versorgungszentren und Rehakliniken. Rhön ist mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg, der Zentralklinik Bad Berka, dem Klinikum Frankfurt (Oder) sowie dem Rhön-Klinikum Campus in Bad Neustadt im Krankenhauswesen tätig.

Krankenhäuser sind unabhängig von ihrer Trägerschaft unternehmerisch tätig und stehen untereinander im Wettbewerb. Aufgrund der engen gesetzlichen Vorgaben existiert in diesem Bereich kaum Preiswettbewerb. Ziel der Fusionskontrolle sei es darum in erster Linie, den Wettbewerb um die Qualität der Versorgung der Patienten zu erhalten. Entscheidend dabei ist, dass den Patienten vor Ort hinreichende Auswahlalternativen zur Verfügung stehen.

Bereits mehrfach hat das Bundeskartellamt seit dem Jahr 2012 den Erwerb von Beteiligungen an Rhön durch Asklepios geprüft. Rhön hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Krankenhausstandorte veräußert. Das Bundeskartellamt hat zuletzt bereits den Erwerb einer 25 Prozent Beteiligung von Asklepios an Rhön im Jahr 2017 freigegeben.

Quelle: bundeskartellamt.de