53 610 Auszubildende im neuen Pflegeberuf

Zum Jahresende 2020 waren insgesamt 53 610 Frauen und Männer in der Ausbildung zu dem neuen Beruf der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) über die erstmals vorliegenden Ausbildungszahlen berichtet.

Mehr als 53.000 Auszubildende im neuen Pflegeberuf

Der neue Beruf soll die Arbeit in der Pflege attraktiver machen und so dem Fachkräftemangel begegnen.

In der neuen Ausbildung werden die bisher getrennten Ausbildungen in den Berufen Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Altenpfleger zusammengeführt. So soll der Wechsel zwischen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege erleichtert und den Pflegefachkräften ein breiteres Tätigkeitsfeld eröffnet werden.

Nicht nur junge Menschen wählen eine Ausbildung in der Pflege. Während das Durchschnittsalter bei Ausbildungsbeginn 20 Jahre betrug, waren 6 Prozent, beziehungsweise 3.582 Menschen, bei Ausbildungsbeginn bereits 40 Jahre oder älter, weitere 11 Prozent waren zwischen 30 und 39 Jahre alt.

Ebenso wie die Vorläuferausbildungen wählen vor allem Frauen die neue Ausbildung: Gut drei Viertel der Auszubildenden (76 %beziehungsweise 40 602) im neuen Berufsbild waren Frauen.

Nach dem Pflegeberufegesetz können Auszubildende ihre Berufsausbildung auch in Teilzeit absolvieren. Dies soll einerseits Personen mit familiären Verpflichtungen die Ausbildung erleichtern, andererseits sollen berufsbegleitende Ausbildungen unterstützt werden, etwa die Weiterqualifizierung vom Pflegehelferberuf zur Pflegefachkraft. Im ersten Ausbildungsjahr haben nur 507 Auszubildende (1 Prozent) die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung genutzt.