VPK SH
23. April 2019  
06. Mai 2009

50 Jahre Verband der Privatkliniken

Eine Erfolgsgeschichte

Kiel, 6. Mai 2009 - Private Kliniken sind Garant für eine gleich bleibend hohe medizinische Qualität und ausgeprägte Versorgungsdichte insbesondere im ländlichen Raum, heißt es in der neuesten Studie des Instituts für Gesundheitsökonomie (IfG) und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI Essen). Den Vorsitzenden des Verbandes der Privatkliniken in Schleswig-Holstein (VPKSH), Dr. Philipp Lubinus, überrascht das nicht: "Seit Mitte der 90er Jahre hat die Zahl der Kliniken in privater Trägerschaft stetig zugenommen - und das hat gute Gründe. Wir arbeiten im Vergleich zu Häusern in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft bei mindestens gleicher Qualität wesentlich wirtschaftlicher und können auch flexibler investieren. Dafür seien auch geringere Sach- und Personalkosten ursächlich, die im Verhältnis zum Umsatz bei Privaten geringer ausfallen. Trotzdem kümmerten sich prozentual mehr Ärzte und Pflegekräfte um Patienten als in öffentlichen und freigemeinnützigen Krankenhäusern”, zitiert Lubinus.

Die aktuelle Studie sagt darüber hinaus ab 2011 einen verstärkten Trend zur Klinikprivatisierung voraus. Meldungen, die zu einem kaum günstigeren Zeitpunkt für den Klinikverbund hätten kommen können. Denn am 7. Mai feiert der VPKSH sein 50jähriges Bestehen mit vielen Gästen und einem Festakt in der Halle 400 in Kiel.

Der VPKSH vertritt heute die Belange von 30 Privatkliniken mit über 7000 Vollzeitbeschäftigten, davon 900 Ärzten in Schleswig-Holstein und einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 136 Betten. Jährlich werden 170 000 Patienten stationär versorgt, der Gesamtumsatz der Mitglieder betrug in 2008 rund 500 Millionen Euro. Seit 1960 hat sich der Anteil privater Betten im Land auf 31 Prozent fast vervierfacht. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der freigemeinnützigen Krankenhäuser um 43,7 Prozent auf heute 20 Prozent und der Anteil der kommunalen Häuser um 61,4 auf 33 Prozent zurück.

Der VPKSH nimmt neben seinen Beratungs- und Informationsaufgaben die politische Interessenvertretung seiner Mitglieder wahr. Besonders in der Diskussion um die Änderung des Landesbasisfallwertes hat der VPKSH vehement für die Einführung eines einheitlichen bundesweiten Basisfallwertes gestritten - mit Erfolg. Ab 2014 soll er eingeführt werden. Die größte Herausforderung der letzten Jahre war die Umstellung des Abrechnungssystems auf ein fallpauschaliertes Entgeltsystem (DRG-System). Neue Arbeitsfelder entstanden und machten in den Kliniken neue Personalqualifikationen insbesondere im IT-Bereich notwendig. Hier bietet der Verband regelmäßig Seminare an. Qualität und Transparenz werden im Kliniksektor immer mehr zum Garant für Erfolg und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Dies hat sich der Verband auf die Fahnen geschrieben und verleiht Rehabilitationseinrichtungen das Gütesiegel "Medizinische Rehabilitation in geprüfter Qualität".

"Es darf als Erfolgsgeschichte angesehen werden, daß heute über die Hälfte der 28 Rehaeinrichtungen im VPKSH und in der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. diese Auszeichnung erhalten haben", freut sich Lubinus. "Das Gütesiegel orientiert sich am täglichen Klinikgeschehen und bereitet die Rehakliniken auf zukünftige Qualitätsanforderungen und Zertifizierungsverfahren vor. Damit sind die Häuser für zukünftige Anforderungen im Qualitätsmanagement bestens gerüstet."

Besonders in der dritten Säule des Gesundheitswesens, dem Rehabilitationsbereich, will Lubinus zukünftig das Engagement des Verbandes weiter stärken. Denn anders als bei den Krankenhäusern gibt es in diesem Versorgungsbereich kein einheitliches Abrechnungssystem. Viel mehr verhandeln hier Kliniken und Versicherer direkt miteinander. Lubinus: "Hier muß es unser Ziel sein, ähnlich dem DRG-System für Krankenhäuser, ein einheitliches Abrechnungssystem für Rehakliniken zu etablieren."  

Dieser Pressemitteilung beigefügt ist die Festschrift zum Jubiläum.

---------------------------------------------------------------------------

Kontakt

Ulrike Petersen
Telefon: 0 431 / 84 0 35
Telefax: 0 431 / 84 0 55
E-Mail: presse@vpksh.de

VPKSH Feldstraße 75 - 24105 Kiel

Pressekontakt

Ulrike Petersen
Ulrike Petersen
Telefon: 0 431 - 84 0 35
Telefax: 0 431 - 84 0 55

E-Mail: presse@vpksh.de

Zeitschrift f&w

Ausgabe 3/2019

weiterlesen ->


Sprungmarken




URL dieser Seite: https://www.vpksh.de/privatkliniken.php/aid/800/cat/28